Das Bichcover mit dem Titel und das Portrait der Autorin, die in ein Mikrophon spricht.

Klassengesellschaft akut.

28.04.2026 19:00 - 21:00

Die Soziologin Nicole Mayer-Ahuja stellt ihr neues Buch vor und diskutiert, wie sich Arbeit im Kapitalismus der Gegenwart verändert, wie Spaltungslinien zwischen Lohnabhängigen vertieft werden – und wo Potentiale liegen, um Unterschiedlichkeit und Konkurrenz zu überwinden. „Die da oben, wir hier unten“ – in dieser griffigen Formel kommt das Grundgefühl einer neuen Klassengesellschaft zum Ausdruck, in der Solidarität ein Fremdwort zu sein scheint. Mayer-Ahuja beschreibt die sich vertiefende Kluft zwischen Arbeit und Kapital, aber auch zwischen verschiedenen Beschäftigtengruppen. Deren Arbeits- und Lebensbedingungen haben sich so polarisiert, dass manche Lohnabhängige auf Kosten anderer abgesichert werden: Stammbelegschaften grenzen sich in Unternehmen von Randbelegschaften ab, prekäre Hausangestellte kompensieren die flexiblen Arbeitszeiten von «Hochqualifizierten», Frauen und migrantische Beschäftigte arbeiten überproportional im Niedriglohnsektor etc. Mayer-Ahuja fragt nach, welche Erfahrungen verschiedene Gruppen von Arbeitenden verbinden und als Ansatzpunkte für Solidarisierung dienen können. 

Nicole Mayer-Ahuja ist Arbeitssoziologin und Professorin an der Universität Göttingen. Ihr Buch „Klassengesellschaft akut. Warum Lohnarbeit spaltet und wie es anders gehen kann“ ist im September 2025 erschienen (Leseprobe).

Eine Kooperation der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg mit dem Verein für politische Bildung, Analyse und Kritik e.V.. 

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Veranstaltungsort: Kölibri


Regelmäßige Termine

15. Woche 2026