Vernissage der Ausstellung "Die Stimme afghanischer Frauen"

Do 11.08.2022 19:00 - 22:00

1 Jahr Taliban - 1 Jahr kalte Mauern

Zwanzig Jahre lang war Deutschland in Afghanistan militärisch involviert. Als zum ersten Mai 2021 der Truppenabzug der NATO-Staaten offiziell begann, war bereits abzusehen, dass die Taliban die Gelegenheit ergreifen würden, Afghanistan unter ihre Kontrolle zu bringen. Nun jährt sich die 1-jährige Machtübergabe der Taliban. Während Deutschland selbst Bier und Wein aus Afghanistan ausfliegen ließ, fehlte jede Perspektive für die afghanische Zivilgesellschaft. Zu jedem Zeitpunkt war und ist das Welt- und Menschenbild der Taliban bekannt. Vor- und während des Militäreinsatzes der NATO-Staaten haben sie all jene, die nicht ihrer radikalen Weltanschauung entsprechen, systematisch verfolgt, verschleppt und ermordet. Deutschland überlässt nun wissentlich bedrohte Personen der Terror-Herrschaft der Taliban.

Das wollen wir nicht unbeantwortet lassen. Nach der Machtübernahme hat Deutschland anerkannt und versprochen, bedrohte Afghan*innen zu evakuieren. Leider sind noch viele der Menschen dort eingeschlossen und können nur warten. Das Leben in Afghanistan wird immer härter und noch immer werden Afghaninnen und Afghanen abgeschoben. Die Bundesregierung kann nur ihrer Verantwortung gegenüber Afghan*innen gerecht werden, wenn sie ihre humanitäre Verpflichtung wahrnimmt. Diese Fürsorgepflicht hat sie und Ihre westlichen Partner wissentlich ignoriert.

Deutschland versagte beim Truppenabzug, akut bedrohte Menschen zu evakuieren. Es wurden einzelne Menschen unter chaotischen Umständen evakuiert, doch Zehntausende bedrohte Personen blieben bis heute in Afghanistan zurück. Nach dem Zeitpunkt der Machtübergabe konnte man in den Medien erschreckende Szenen auf der ganzen Welt sehen.

Vom 11.08. bis 18.08. findet ihr im Stadtteilzentrum Kölibri der GWA St. Pauli e.V. Eindrücke direkt aus Afghanistan, angefertigt trotz der einschränkenden und bedrückenden Lage der afghanischen Frauen. Unterdrückt, vom Sprechen und Lernen und Arbeiten ausgeschlossen, von Mauern umschlossen. Sie haben ihre Gefühle ausgedrückt in Fotos, Gedichten und Gemälden. Mit Ihrer Spende helfen sie diesen Frauen direkt und unmittelbar.

Kunst kann verbinden und überall auf der Welt eine Stimme verleihen.

Die Ausstellung ist zu sehen bis zum 18.08.2022

Bei Interesse an den Bildern oder Fragen gern eine Mail an:
open_up4@gmx.de





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