BEGIN:VCALENDAR VERSION:2.0 PRODID:-//TYPO3/NONSGML Calendarize//EN BEGIN:VEVENT UID:calendarize-59982 DTSTAMP:20260922 DTSTART:20261001T173000Z DTEND:20261001T190000Z SUMMARY:Blick nach Şengal DESCRIPTION:<p><strong>Wergera kurdî li jêr e</strong> </p> <p>Vor gerade einmal 12 Jahren brach der IS (Islamische Staat) in Ş engal ein und verübte einen Genozid an der dort lebenden êzîdischen Bev ölkerung. Als religiöse Minderheit waren sie in ihrer Geschichte stets v on Verfolgungen und Genoziden betroffen. Der 03. August 2014 markierte den 74. Genozid und wird „Ferman“ (auf dt: Befehl) genannt. Während des Fermans wurden 10.000 Menschen ermordet und 40.000 Menschen vertrieben. In sbesondere Frauen und Mädchen wurden zur Zielscheibe dieses Massenmordes. So wurden sie auf Sklavenmärkten an IS Mitglieder verkauft, lebten in Ge fangenschaft und wurden körperlich und sexuell missbraucht. Viele êzîdi sche Frauen konnten durch den Eingriff kurdischer bewaffneter Einheiten au s der Gefangenschaft befreit werden und der IS wurde zurückgeschlagen. Bi s heute gilt Şengal als befreit. Doch durch aktuelle Eskalationen in dies er Region ist auch die Sicherheit Şengals und die der dort lebenden Fraue n und Mädchen stärker bedroht.</p> <p><strong>Referent*innen:</strong></p> <ul><li><strong>Rojda Arslan</strong>, ist Juristi n mit Schwerpunkt im Völkerrecht und arbeitet insbesondere zu geschlechts spezifischer Gewalt gegen Frauen in Konflikt- und Krisengebieten. Ihre Arb eit bewegt sich an der Schnittstelle von Völkerrecht, Menschenrechten und Rassismusprävention. Rojda ist seit 2018 Mitglied des Vereins für Demok ratie und internationales Recht (MAF-DAD e.V.) und war Teil der ersten Fac t-Finding-Mission nach Rojava im Jahr 2020. Darüber hinaus ist sie Report erin für das deutsche Team des International Law in Domestic Courts (ILDC ) der Oxford University Press. Rojda ist Fachbereichsleiterin des Centrums für intersektionale Diversität (CiD) von Yekmal e.V., wo sie unter ande rem die Arbeit in den Bereichen Antidiskriminierung, Rassismusprävention und Schutz vor Gewalt verantwortet.</li><li><strong>Dr. Leyla Ferman</strong> wurde als Tochter êzîdisch-kurdischer Eltern in Deutschland geboren. Sie studierte Politikwissenschaft und promovierte 2014 sie zum Thema „Dezentralisierung und ethnische Konflikte. Die Kurd enfrage und die lokale Ebene in der Türkei“. Seit Beginn des Völkermor des an den Êzîd*innen im August 2014 engagiert sich Leyla Ferman in vers chiedenen Projekten, die sich auf weibliche Überlebende, die Dokumentatio n und den Wiederaufbau von Şengal konzentrieren. Sie ist Vorstandsmitglie d von "<a href="https://womenforjustice.net/" target=&qu ot;_blank" rel="noreferrer">Women for Justice</a>“ . Leyla arbeitete unter anderem als Beraterin für internationale Beziehun gen, als Koordinatorin für die Gedenkstätte Bergen-Belsen sowie für ein Projekt namens „FERMAN“ der Stiftung Gedenkstätten Niedersachsen. He ute arbeitet sie unter anderem als Forschungsberaterin für das <a href ="https://visualnarratives.org/" target="_blank" rel=& quot;noreferrer">Survivor-Centred Visual Narratives Project</a& gt;&nbsp;und ist Co-Leiterin von GAPS „Genocide — Accountability — Participation — Solutions“.</li><li><strong>Çiçek Yildiz</strong> ist eine êzidische Frau, die im Alter von acht Jah ren gemeinsam mit ihrer Familie in den 1990er Jahren aus Nordkurdistan (Os tanatolien) fliehen musste – infolge der gewaltvollen Repressionen, Zwan gsvertreibungen und der Zerstörung kurdischer Dörfer im Zuge des Konflik ts. Diese eigene Flucht- und Vertreibungserfahrung prägt bis heute ihre p ersönliche wie politische Perspektive auf Verfolgung, Gewalt und Exil. Be ruflich ist sie seit 2007 als Erzieherin in der stationären Jugendhilfe t ätig und hat sich durch Zusatzqualifikationen in Traumapädagogik, system ischer Beratung sowie Deeskalation und Krisenintervention weiterqualifizie rt. Seit Jahren ist Çiçek Yildiz fest im êzidischen Vereinsleben verank ert: Sie engagiert sich im Zentralverband der Ezidischen Vereine e.V. und ist Mitglied im neu gegründeten, international vernetzten Kongress der Ê ziden in der Diaspora (KED). 2017 zählte sie zu den Gründungsmitgliederi nnen des Dachverbands der Ezidischen Frauenräte e.V. (kurd. SMJÊ). Ein z entraler Schwerpunkt der SMJÊ liegt seit Jahren auf Şengal selbst: Der D achverband setzt sich dort gezielt für die Rechte und Belange überlebend er Frauen ein und kooperiert eng mit den dortigen Selbstverwaltungsstruktu ren sowie der Frauenorganisation Tajê. Im Rahmen mehrerer Delegationsreis en hat Çiçek die Region Şengal zudem persönlich wiederholt besucht und dort über die Jahre engste Kontakte aufgebaut.<br><br><st rong>Das Panel findet auf Deutsch statt, wird aber in kurdischer Sprach e übersetzt. Um </strong><a href="https://app.guestoo.de/pu blic/event/2ef21601-507a-4adc-b13b-7204ea6e559f?lang=de"><stron g>Anmeldung</strong></a><strong> wird gebeten.</st rong></li></ul> <p>Hiweis: Am 2.10.26 wird der Film <a href="https://hamburg .rosalux.de/veranstaltung/es_detail/123KS/filmvorfuehrung-letters-from-%C5 %9Eengal?cHash=9b3bc5f52b32d73cc6cb30de937a1546">„Letters from Ş engal“</a> im Lichtmess Kino gezeigt. Der Film ist auf Kurdisch mi t deutschen Untertiteln. Anschließend an den Film werden Fragen beantwort et und Eindrücke aufgefangen.<br />&nbsp;</p> LOCATION:Kölibri (t3://page?uid=61) END:VEVENT END:VCALENDAR